Lebensabend unter Palmen

Auswandern liegt nicht nur bei den Jüngeren im Trend, auch immer mehr jenseits der 50plus und Senioren verbringen Ihren Lebensabend im Ausland. Der Grund dafür ist zum einen, dass meist wärme Wetter und die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit und zum anderen bei einer relativ geringen Rente in anderen Ländern einen hohen Lebensstandard zu halten oder auszubauen.
Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten der 50plusser und Senioren es nach Ländern wie Spanien, Italien oder Griechenland zieht. Aber auch ferne Ziele wie die Philippinen, Australien oder America sind gefragt. Doch auswandern muss gut organisiert werden, denn häufig erleben die Neuankömmlinge eine Art Kulturschock. Den nicht nur die Sprache, das Essen, die medizinische Versorgung, sondern auch die Mentalität der Menschen unterscheidet sich zum teilweise wesentlich von der gewöhnten Mentalität in Deutschland.
Planung das A und O
Viele Auswanderer verwechseln den Aufenthalt in der neuen Heimat als eine Art Dauerurlaub. Doch spätestens, wenn erste Probleme auftauchen, zahlt es sich aus zumindest einigermaßen die Sprache des Landes zu beherrschen. Alleine schon ein Notruf zu Polizei oder der Krankenwagen in Notsituationen stellt einige schlecht geplante Auswanderer vor ernsthaften gefährlichen Problemen. Es empfiehlt sich Ihr Wunschland mehrere Male zu bereisen, bevor man den Entschluss fast ganz auszuwandern.
Mit ein wenig Glück trifft man fast in allen Regionen der Welt ebenfalls auf deutsche Auswanderer, die dort in eine Art Kolonie leben und Ihnen wichtige Tipps und Hinweise geben können. Schauen Sie sich im Urlaub um und Fragen oder sprechen Sie mit den Einheimischen wo deutsche Auswanderer Leben, so trainieren Sie auch Ihre zum Anfang meist mangelnden Sprachkenntnisse. Die Erfahrung ist das sich die meisten Auswanderer, die schon lange im Ausland leben, sehr erfreut sind von einem Besuch aus der alten Heimat. Ideal um erste Kontakte zu knüpfen.
Was ist mit der Rente?
Wer seinen Lebensabend im Ausland verbringt, steht vor der Frage: Wie komme ich an meine monatliche Rente?
Klar kann man in der Anfangszeit sein Konto in Deutschland belassen, doch außerhalb von größeren Städten ist es eher unwahrscheinlich das Sie auf einen Ableger der Deutschen Bank oder der Sparkasse treffen. Die meisten Fremden Geldinstitut verlangen hohe Gebühren, wenn Sie im Ausland von einer fremden Bank Geld abheben.
Ihr Ansprechpartner in Sachen Rente ist die deutsche Rentenversicherung. Erkundigen Sie sich und erzählen Sie das Sie auswandern wollen, am besten mit Fragen die Sie sich zuvor überlegt haben. Wer dazu noch private Rente bezieht, sollte auch den entsprechenden Rententräger informieren und sich erkundigen. Fragen sollten Sie z. Bsp. nach einem Filialnetz Ihrer Bank im Ausland oder nach "guten/seriösen" Banken die empfohlen werden können.
In Zeiten der Finanzkrise bedenken Sie auch das Ihr Geld bei einer ausländischen Bank eventuell "unsicher" ist. Sein ganzes Erspartes ins Ausland zu einer unbekannten Bank zu überweisen ist riskant. Da empfiehlt es sich in Deutschland das gute alte Sparbuch zu belassen, falls Sie nicht vor haben ein Haus in Ihrer neuen Heimat zu kaufen.
Steuern und Rente
In manchen Ländern fallen eventuell Steuern auf Ihre monatliche Rente an, erkundigen Sie sich bei anderen Auswanderern oder einen örtlichen Rechtanwalt.
Versicherungen
Ein der wichtigsten Themen betrifft den Bereich der Versicherungen, in speziellen der der Kranken- und Pflegeversicherung. In der Europäischen Union gibt es zumindest einen Mindeststandard an medizinischer Versorgung, die oft aber nur mit Barzahlung direkt beim Arzt im EU-Ausland gewährleistet wird. Wer außerhalb der EU in Schwellenländer auswandern möchte, der sollte sich über dieses Thema genausten informieren. Was ist z. Bsp. Wenn Sie pflegebedürftig werden? Wer zahlt Behandlung und Medikamente?
Die unterschätze Gefahr
Ihnen sollte klar sein, dass viele Menschen besonders in armen Regionen der Erde, nix zu verlieren haben. Kriminalität um zu überleben ist teilweise an der Tagesordnung. Monatslöhne von max. 100 Euro sind in vielen Ländern außerhalb der Europäischen Union keine Seltenheit. Wer sich da aus der fernen Heimat monatlich z. Bsp. 1000 Euro Rente überweisen lässt, zählt nicht nur zu den sehr Reichen in dem neuen Land, sondern zieht unter umständen viele Neider auf sich. Also gehen Sie nicht prahlend durch die Armenviertel Ihrer neuen Heimat. Passen Sie sich, soweit es geht, der fremden Kultur an.
Dies ist nur eine kleine Übersicht über das, was es zu beachten gilt, wenn Sie Ihren Lebensabend mit 50plus oder als Senior im Ausland verbringen möchten.
Foto: © amridesign - Fotolia.com
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