Beispiele für ein aktives Alter - Themenreihe „Mitten im Leben“

Engagieren, Existenz gründen, Sport treiben – die Themenreihe „Mitten im Leben“ der Initiative „Erfahrung ist Zukunft“ der Bundesregierung stellt Beispiele für ein aktives Alter vor: Vereine, die Alt und Jung zusammenbringen, Unternehmen, die über 50-Jährige fördern, oder ältere Menschen, die sich engagieren, ein Unternehmen gegründet haben oder sportlich besonders aktiv sind.
In den vielfältigen Beiträgen werden konkrete Aktivitäten beschrieben und Anregungen für ein aktives Alter gegeben. Die Initiative veröffentlicht regelmäßig neue Beispiele zur Themenreihe auf ihrer Internetseite. Eigene Aktivitäten können beschrieben und über ein Onlineformular auf der Internetseite erfahrung-ist-zukunft.de, Rubrik „Mitten im Leben“, eingesandt werden. Mitmachen können Einzelpersonen, Unternehmen, Vereine, Initiativen und viele mehr.
Aktuell berichtet „Mitten im Leben“ über den Verein der „Aktiven Senioren Leipzig“. Ihr Motto: "Fit, gesund und frohgelaunt im Alter". Knapp über 1 000 aktive Mitglieder nehmen diese Devise wörtlich und machen regelmäßig bei den umfassenden sportlichen Angeboten des Vereins mit. "Besonders viele Leute gehen zur Wirbelsäulengymnastik und auch zu den Aktivitäten im Wasser, weil das Dinge sind, die dem Körper eines älteren Menschen besonders gut tun", sagt Annelies Reinke, die Vorsitzende des Vereins. Darüber hinaus lassen sich aber noch weitere Sportkurse besuchen: Yoga, Pilates und Nordic Walking sind neben vielen anderen ein fester Bestandteil des Programms. Insgesamt können die Mitglieder aus rund 80 verschiedenen Kursen in mehr als 25 Sportarten wählen.
Aber nicht nur für die körperliche Ertüchtigung werden Möglichkeiten geboten. Wer seine Computerkenntnisse ausbauen, besser Englisch sprechen oder sich in Mal- und Zeichenkursen künstlerisch betätigen will, der findet auch dafür das passende Angebot. "Ältere Menschen können hier teilweise zum ersten Mal ihre Talente entdecken", sagt die Vorsitzende Frau Reinke. Was wäre aber ein echtes Vereinsleben ohne Geselligkeit und Lebensfreude? Seniorentanz, eine Kabarettgruppe und sogar eine Band sorgen bei Faschingsbällen, Sommerfesten oder Geburtstagsfeiern im Seniorencafé der vereinseigenen Begegnungsstätte für die richtige Stimmung. In der Gemeinschaft des Vereins finden die Mitglieder auch Gehör, wenn es um ihre persönlichen Sorgen und Nöte geht.
Gesundheitsprävention
Doch nicht nur für Spaß und Ausgleich kommen die älteren Menschen ab 50 Jahren zu den Kursen. Zwei diplomierte Sportlehrer und einige Honorarkräfte mit speziellen Trainingslizenzen sorgen für eine professionelle Gesundheitsprävention. In enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Krankenkassen gibt es seit zwei Jahren auch die Möglichkeit, bei den Aktiven Senioren vom Arzt verschriebene Rehamaßnahmen zu belegen. Schwere Erkrankungen lassen sich auch mit regelmäßigen Übungen nicht verhindern, darüber ist sich Annelies Reinke im Klaren, aber dennoch formuliert sie als Ziel des sportlichen und geistigen Trainings: "Die Leute sollen so lange wie möglich ihre Selbstständigkeit behalten und ohne fremde Hilfe in ihren eigenen vier Wänden bleiben können."
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