Altersdepressionen – Die Angst vor Krankheit und Einsamkeit

Bei vielen Menschen bringt das zunehmende Alter eine gewisse Einsamkeit mit sich. Frau oder Mann haben 1-2 oder mehr Scheidungen hinter sich, die Kinder sind meist schon außer Haus und Leben ihr eigenes Leben.
Die Suche nach einen neuen Partner für den Lebensherbst gestaltet sich doch schwieriger, als man  zuvor vielleicht gedacht hatte. Nicht zuletzt gesellen sich in zunehmenden Alter auch körperliche Gebrechen und Krankheiten hinzu oder auch Freunde, Verwandte oder die eigenen Eltern versterben. Einige dieser Menschen erkranken an Altersdepressionen. Doch was ist das? Wie unterscheidet sich eine Altersdepressionen oder allgemein Depression von einen normalen Stimmungstief und was für Möglichkeiten der Behandlung bietet die Medizin?

Depression oder einfach nur ein Stimmungstief?

Die Schwierigkeit eine Altersdepression zu erkennen beginnt schon bei der Selbsterkenntnis. Also selbst zu merken, dass man unter einer Krankheit nämlich das ist Depressionen leidet. Das morgendliche Aufstehen fällt schwer, Antriebslosigkeit und allgemeine Lustlosigkeit kommen dazu und können erste Signale sein. Der Unterschied zwischen einen Stimmungstief und einer Depression ist, ein Stimmungstief ist zeitlich begrenzt, zudem findet keine dauerhaft Isolierung von Familie und Freunden statt. Weitere Symptome der Krankheit können sein, Selbstzweifel und Selbstanschuldigungen auf der einen und Reizbarkeit und unkontrollierte Wutausbrüche gepaart mit Selbstverletzungen auf der anderen Seite. In Finalstadium der Krankheit wollen sich die Betroffenen oft das Leben nehmen.

Gibt es bestimmte Signale für Altersdepressionen? Wie erkenne ich eine Altersdepression?

  • Antriebs- und Lustlosigkeit
  • Weinanfälle
  • Gefühllosigkeit – keine Freude mehr Empfinden
  • Gleichgültigkeit – Es ist einem alles Egal
  • innere Leere
  • zunehmende Isolation
  • Suizidgedanken
  • Selbstzweifel
  • schlechter Schlaf
  • wenig Appetit 

Ursache

Die Ursache einer Altersdepression sind komplex, meist kommen mehrere begünstigende Faktoren zusammen die in Endkonsequenz die Grundlage einer Depression bilden. Dennoch kann man 3 große Ursachenbereiche erkennen:

1.körperlich – durch Krankheit
2.seelisch: –  durch begünstigende Charaktereigenschaften und  Persönlichkeitsmerkmale (in Untersuchungen hat man festgestellt, das zu Depression neigende Menschen    sich oft ähnlich sind –  Überforderung, Selbstunsicherheit u.ä. )
3.sozial bedingt – Einsamkeit oder Beziehungsprobleme

Behandlung

Um es gleich Vorweg zu nehmen Untersuchen ergeben, dass die Depression im Alter oft nicht vom Hausarzt erkannt werden und falsch oder gar nicht behandelt wird, sollten Sie bemerken das Sie an einer Altersdepression leiden, wenden Sie sich vertrauensvoll an einen Facharzt.

Medikamente

Bei einer vorhanden Depression verändert sich der Stoffwechsel im Gehirn. Hier greifen Medikamente wie zum Beispiel Antidepressiva ein. Botenstoffe im Gehiern wie Serotonin, Dopamin Noradrenalin werden dabei entsprechend reguliert.  Wobei zu beachten ist das die Wirkung der Medikamente erst nach 2 bis 3 Wochen einsetzen.Wer auf natürliche Mittel zurückgreifen will sollte Johanniskrautextrakte in Betracht ziehen. Diese haben eine ähnliche Wirkung wie niedrig dosierte Antidepressiva.

Licht
Ganz ohne Medikamente kommt die Lichttherapie aus. Der Patent setzt sich jeden Tag 1-2 Stunden vor einer extrem hell scheinenden Lichtquelle um seine Depressionen zu bekämpfen.  In der Medizin ist diese Therapieform anerkannt. Mittlerweile gibt es solche extrem hellen Lichtquellen auch für zu Hause, als gut hat sich das Lichttherapiegerät von Philips (Philips HF3309/01) erwiesen:

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Vorbeugung

Eine direkte Vorbeugung gibt es nicht, die Altersdepression kann jeden von uns treffen. Allerdings gibt es begünstigende Faktoren wie wenig Bewegung, wenig Licht und wenige bis keine sozialen Kontakte u.ä.. Aber auch bei Menschen auf die keiner dieser Faktoren zutrifft, kann ein Betroffener werden zum Beispiel durch plötzliche Schicksalsschläge.   

Webseite der Telefonseelsorge:

http://www.telefonseelsorge.de/

Foto: © Kelly Young - Fotolia.com

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